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Endlich Regen! Die Waldbrände kommen langsam unter Kontrolle

Der Regen hat sich mit den gewaltigen Anstrengungen der Feuerwehr verbündet, um einen der heftigsten Waldbrände in Spanien in den letzten Jahrzehnten unter Kontrolle zu bringen.

Kurz vor 7 Uhr morgens verkündete der Präsident der Junta de Andalucía, Juanma Moreno, auf seinem Twitter-Account, dass der Brand in der Sierra Bermeja in Málaga endlich "unter Kontrolle" sei. Die Flammen sind seit letztem Mittwoch aktiv und könnten nach Angaben der Umweltstaatsanwaltschaft gelegt worden sein. In den letzten Tagen sind rund 7 800 Hektar verbrannt, wovon mehrere Gemeinden betroffen sind. Zwei von ihnen, Jubrique und Genalguacil, mussten evakuiert werden. "Der seit Stunden anhaltende Regen war der beste Verbündete für die intensive und bewundernswerte Arbeit der Feuerwehren", sagte Moreno.

Dieser Brand gilt als einer der schlimmsten der letzten Jahrzehnte in Spanien, ein Brand der "sechsten Generation", wie Experten ihn beschrieben haben. Diese Bezeichnung wird für Brände verwendet, die in der Lage sind, ihre eigenen Luftströme in erheblichem Umfang zu erzeugen, was oft zu riesigen Pyrocumuluswolken (Flammagenituswolken) führt. Sie verändern die Meteorologie der Umgebung und erzeugen ihre eigenen Wolken, manchmal sogar Gewitterwolken, was ihre Löschung äußerst schwierig macht.

Die Feuerwehren waren mit unkontrollierbaren Situationen konfrontiert, die am Donnerstagnachmittag zum Tod eines Waldbrandbekämpfers führten. Bis heute waren die Witterungsbedingungen für die Truppen ungünstig, gestern Nachmittag, als es zu regnen drohte, fächerte der Ostwind einige ihrer Flanken auf.

Seit gestern um Mitternacht haben sich in einigen Observatorien in Málaga, die sich in der Nähe des Brandherdes befinden, zwischen 5 und 10 Liter pro Quadratmeter angesammelt, was zwar im Moment nicht viel ist, aber das Vorrücken der Flammen verlangsamt hat. In den nächsten Stunden könnte es weiter leicht regnen, wenn auch weniger anhaltend.

Unserem Referenzmodell ECMWF zufolge sind Niederschläge heute Nachmittag und Abend weniger wahrscheinlich, könnten aber morgen in Form von unregelmäßig verteilten Schauern wieder zunehmen. Die Atmosphäre bleibt feucht und kühl, mit Höchsttemperaturen von knapp über 20ºC sowohl heute als auch morgen in Jubrique, zum Beispiel. Dies wird die Brandbekämpfung erleichtern.