Ungewöhnlich: GPS verändert jetzt Ihre Reisen mit einem umweltfreundlichen Ziel

In letzter Zeit bieten GPS-Anwendungen wie Google Maps oder Waze den Nutzern sogenannte "grüne" Routen an, um die Treibhausgasemissionen zu verringern.

GPS
Haben Sie es schon bemerkt? GPS-Anwendungen bieten Ihnen nicht mehr systematisch die kürzeste oder schnellste Route zu Ihrem Ziel an.

Ab 2022 werden bestimmte GPS-Anwendungen wie Waze oder Google Maps nicht mehr systematisch die schnellste Route anbieten, sondern umweltfreundlichere Strecken bevorzugen..

Mehr grünes Reisen durch GPS

GPS-Apps werden heutzutage von vielen Autofahrern genutzt, sei es, um die schnellste oder die günstigste Route für eine Fahrt zu finden oder auch nur, um Staus während der Hauptverkehrszeit zu vermeiden. In letzter Zeit hat sich jedoch die Art und Weise, wie diese Apps die relevantesten Routen berechnen, deutlich verändert.

Diese Änderung folgt auf die Verabschiedung eines Dekrets (Nummer 2022-1119), im August 2022 durch die französische Regierung, das darauf abzielt, die Fahrer zu einem umweltfreundlicheren Verhalten zu bewegen. Dies zielt insbesondere darauf ab, den Kampf gegen die Umweltverschmutzung mit verschiedenen Mitteln zu verstärken.

Eine davon besteht darin, GPS-Anwendungen zu verpflichten, umweltfreundliche Routen gegenüber schnelleren zu bevorzugen und Routen anzubieten, die langsamere Geschwindigkeiten begünstigen oder stark befahrene Straßen meiden, alles mit dem Ziel, den Kohlenstoff-Fußabdruck von Fahrzeugen zu verringern.

Deshalb bieten Apps wie Google Maps oder Waze nicht mehr unbedingt die kürzesten Routen an, sondern sogenannte "grüne" Routen, die Ihnen zwar nicht unbedingt Zeit sparen, aber die Treibhausgasemissionen Ihres Fahrzeugs verringern können..

Die Entscheidung liegt beim Fahrer

Auch wenn heutzutage oft die umweltfreundlichste Route die Standardroute ist, können die Nutzer immer noch Alternativen wählen. Die am weitesten verbreiteten Apps ermöglichen es den Fahrern nach wie vor, verschiedene Routen zu vergleichen, bevor sie ihre Fahrt beginnen. So können Autofahrer die Route auswählen, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht, sei es die schnellste oder die umweltfreundlichste Umwelt.

GPS-Apps bieten jedoch nicht nur verantwortungsvollere Routen an. Sie verbreiten auch bewusstseinsbildende Botschaften oder Ratschläge wie "für kurze Strecken lieber zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren", "die Geschwindigkeit begrenzen" oder sogar "Fahrgemeinschaften in Betracht ziehen", alles mit dem Ziel, die Autofahrer zu nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Praktiken zu bewegen.

Umweltfreundliche alternative Fahrten können, auch wenn sie manchmal viel länger sind, erhebliche Vorteile in Form von Kraftstoffeinsparungen bringen. Wenn man zum Beispiel eine Straße mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h statt einer Autobahn mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h nimmt, kann der Fahrer bis zu 20 % Kraftstoff für dasselbe Ziel sparen.

Auch wenn dies auf den ersten Blick eher trivial erscheinen mag, soll dieser Fortschritt bei den GPS-Anwendungen langfristig erhebliche Vorteile für die Umwelt mit sich bringen. Die Förderung eines verantwortungsvolleren und saubereren Fahrverhaltens leistet einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen die globale Erwärmung, indem die Treibhausgasemissionen vieler Autofahrer erheblich reduziert werden.