Schockierende Zahlen: Sommerliches Extremwetter kostet die EU 126 Milliarden Euro

Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen haben in diesem Sommer für Aufsehen gesorgt. Auch finanziell! Denn die Schäden belaufen sich auf 126 Milliarden Euro.

Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürre: Das extreme Wetter in Deutschland und der EU hat Spuren hinterlassen (Foto: Adobe Stock)
Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürre: Das extreme Wetter in Deutschland und der EU hat Spuren hinterlassen (Foto: Adobe Stock)

An diesem Wochenende will der Sommer noch einmal alles geben. Dabei hat er in diesem Jahr bereits Spuren hinterlassen, die alles andere als positive Gefühle in einem hochkommen lässt. Denn der Sommer 2025 war nicht nur heiß und nass, sondern auch ein lauter Weckruf. Für den Europa nun die Rechnung bekommt. Denn laut einer Studie der Universität Mannheim zusammen mit der Europäischen Zentralbank haben Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen der EU in diesem Sommer wirtschaftliche Schäden von rund 126 Milliarden Euro eingebrockt.

Welche Regionen besonders leiden mussten

Es geht dabei vor allem um den Zeitraum von Juni bis August 2025. Und laut der Studie gibt es dabei einen klaren Verlierer. Denn vor allem den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien hat der Extremsommer stark mitgespielt. Die Schäden belaufen sich dort auf etwa 34 und 35 Milliarden Euro pro Land. Deutschland kommt im Vergleich dazu noch glimpflich davon. Rund 2,5 Milliarden Euro Schaden müssen wir verkraften. Doch es sind vor allem auch die langfristigen Folgen, die Sorgen bereiten.

"Die tatsächlichen Kosten werden erst nach und nach sichtbar"

Während die zerstörten Häuser oder die vertrockneten Feldern zu den direkten Schäden zählen, machen sich die indirekten Folgen oft erst später bemerkbar. "Die tatsächlichen Kosten extremer Wetterereignisse werden erst nach und nach sichtbar, da diese Ereignisse das Leben und den Lebensunterhalt der Menschen über eine Vielzahl von Kanälen beeinflussen, die über die unmittelbaren Auswirkungen hinausgehen", warnt Sehrish Usman, Ökonomin der Universität Mannheim und Hauptautorin der Studie.

Enorme Auswirkungen für die Zukunft

Besonders prekär: Auch wenn die 126 Milliarden Euro bereits utopisch hoch klingen, sind sie nur die Spitze des Eisbergs. Denn einige Schäden sind in der Studie gar nicht vollständig erfasst worden. Beispielsweise Waldbrände, Hagel oder kombinierte Ereignisse wie Hitzewellen plus Dürre. Sie wurden in der Analyse meist getrennt bewertet, obwohl sie zusammen noch verheerender wirken. Kein Wunder also, dass Forscherinnen und Forscher davor warnen, dass auch Nordeuropa nicht sicher ist. Fest steht nämlich: Auch hier nehmen die Häufigkeit und Intensität von Überflutungen zu, während Südeuropa unter den Schatten von extremer Hitze leidet.

Was sich jetzt dringend ändern muss

Laut der Studie der Mannheimer Universität sind verstärkte Investitionen in Klimaanpassungen unablässig. Dabei geht es unter anderem um Hitzeschutz in den Städten: Mehr Schatten, mehr Grün, bessere Dämmung, hitzeresistente Materialien. Auch ein verbessertes Wassermanagement soll in Zukunft gegen Dürren, aber auch gegen Starkregen helfen. Schutzmaßnahmen in Infrastruktur und Landwirtschaft können dafür sorgen, künftige Extremwettereignisse besser abzufangen.