Schlechte Nachrichten für Allergiker: Der Frühling ist da - und mit ihm die Pollen

Die wärmende Sonne ist Balsam für die Seele. Doch gerade für Allergiker ist der Frühling mit Herausforderungen verbunden.

Im Frühling fliegen auch die Pollen wieder (Foto: Adobe Stock)

So sehr wir uns über Sonne und steigende Temperaturen freuen – für Allergiker beginnt jetzt eine anstrengende Zeit. Der März markiert nicht nur den Frühlingsanfang, sondern auch den Startschuss für die nächste Pollenwelle. Und die dürfte in den kommenden Wochen noch deutlich an Fahrt aufnehmen. Doch schon jetzt leiden Millionen Allergiker in Deutschland untern ersten Niesattacken, tränende Augen und einer laufende Nase. Die Pollensaison hat begonnen!

Diese Bäume sind für den Pollenflug verantwortlich

Bereits seit einigen Wochen sind die ersten Pollen in der Luft, doch mit den steigenden Temperaturen nimmt die Belastung spürbar zu. Vor allem die Pollen von Hasel und Erle sorgen aktuell für Beschwerden. Die milden Wintertage und das frühe Frühlingswetter haben dazu geführt, dass viele Pflanzen früher blühen als üblich. Experten beobachten seit Jahren, dass sich die Pollensaison immer weiter nach vorne verschiebt – teilweise beginnt sie schon im Januar. Für Betroffene heißt das im Umkehrschluss leider, dass sich die beschwerdefreie Zeit verkürzt. Wer also empfindlich reagiert, spürt die Auswirkungen bereits jetzt deutlich. Vor allem, da neben Hasel und Erle auch die Birke schon in den Startlöchern steht. Diese gilt als einer der stärksten Allergieauslöser und dürfte in den kommenden Wochen für noch mehr Belastung sorgen. Gerade bei sonnigem, trockenem Wetter fliegen besonders viele Pollen. Also genau dann, wenn es die Menschen ins Freie zieht.

Warum Allergiker immer früher leiden müssen

Doch woran liegt es, dass sich die Pollensaison mittlerweile so weit nach vorne verschoben hat? Meteorologen und Allergologen führen das unter anderem auf den Klimawandel zurück. Mildere Winter und höhere Durchschnittstemperaturen sorgen dafür, dass Pflanzen früher blühen und teilweise auch länger. Dadurch verlängert sich die Leidenszeit vieler Allergiker um mehrere Wochen. Neben Niesreiz, juckenden und tränenden Augen, Kratzen im Hals und anhaltender Müdigkeit klagen immer mehr Betroffene auch über Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen. Bei Asthmatikern können sich die Beschwerden zusätzlich auf die Atemwege ausweiten.

Wie man sich jetzt schützen kann

Auch wenn sich der Frühling nicht aufhalten lässt, können Allergiker einiges tun, um die Belastung zu reduzieren. Vor allem macht es Sinn, die Pollen-Vorhersage zu verfolgen und Aktivitäten dementsprechend anzupassen. Beim Lüften ist es sinnvoll, erst nach einem Regenschauer das Fenster zu öffnen. Wer draußen unterwegs war, sollte seine Kleidung zuhause – und vor allem vor dem Gang ins Schlafzimmer – wechseln. Auch abendliches Haarewaschen hilft dabei, die Pollen zu entfernen. Bei starken Beschwerden macht es Sinn, frühzeitig antiallergische Medikamente einsetzen oder sich beim Arzt sogar zu einer möglichen Hyposensibilisierung beraten zu lassen. Diese Therapie kann langfristig helfen, die Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Pollen deutlich zu reduzieren.