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La Niña wird bald das Wetter weltweit beeinflussen

Laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wird das Phänomen La Niña im kommenden Quartal die Wetterverhältnisse über dem Pazifik bestimmen. Dieses Ereignis beeinflusst für gewöhnlich das Wetter vieler Gebiete unseres Planeten, hier erfahren Sie welche! 

Daniela Aragón Daniela Aragón 06 Okt 2017 - 12:42 UTC

La Niña
Durch La Niña kühlt das Wasser im östlich äquatorialen und zentralen Pazifik ab.

Die WMO sagt voraus, dass wir uns in den kommenden Monaten, bedingt durch La Niña, auf extreme Wetterverhältnisse in zahlreichen Gebieten der Welt gefasst machen müssen. Dieses Wetterphänomen bewirkt einen Temperaturrückgang der oberen Schichten des zentralen und östlichen äquatorialen Pazifiks.

La Niña, so wie auch El Niño, beeinflusst die Wetter- und Klimaverhältnisse unseres Planeten. In vielen Gebieten geht der Niederschlag durch El Niño exponentiell zurück, doch nun bewirkt La Niña genau das Gegenteil, überdurchschnittliche Regenmengen werden verzeichnet.

„Zu den Einflussgebieten heftiger Klimaereignisse, wie La Niña, zählen Länder mit hohen Einwohnerzahlen, mehrere Millionen Menschen sind betroffen. Unsere Fähigkeit, solche Ereignisse vorherzusagen ist Lebenswichtig, um bei der Planung sensibler Bereiche, wie der Landwirtschaft, Wasserversorgung, Gesundheitswesen, Energie oder Transport zu helfen, und außerdem frühe Gefahrenmeldungen auszusprechen.“, warnt Petteri Taalas, Generalsekretär der WMO.

„Laut neuester Berechnungen, könnten sich die La Niña Wetterbedingungen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 55%, im letzten Quartal des Jahres ereignen.“

Der neueste Bericht der WMO zeigt, dass die Temperaturen der tropischen Ostpazifikoberfläche seit August rasant abgenommen haben und schon bald La Niña hervorrufen könnten. Die Wetterverhältnisse sind hingegen beständig. Letzteres spricht gegen La Niña, denn dieses Wetterphänomen ist vom Zusammenspiel des Ozeans und der Atmosphäre abhängig.

Laut neuester Berechnungen könnten sich die La Niña Wetterbedingungen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 55%, im letzten Quartal des Jahres ereignen. Wenn La Niña dann letztendlich entsteht, sind nur leichte Auswirkungen und neutrale Werte Anfang 2018 zu erwarten. Die anhaltende neutrale Situation wird auch mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 bis 50% in Betracht gezogen. Das El Niño noch einmal zurückkehrt wird praktisch ausgeschlossen.

Wie wirkt sich La Niña auf das Wetter aus?

Jedes La Niña Ereignis ist einzigartig, aber es treten viele Muster auf, die sich oft wiederholen. Im Norden der USA und in Kanada beispielsweise, sinken die Temperaturen und das Wetter ist unbeständig. Im Süden der Vereinigten Staaten steigen die Temperaturen hingegen und der Niederschlag nimmt ab.

La Niña bringt normalerweise feuchte Wetterverhältnisse nach Ostaustralien, Indonesien, auf die Philippinen, Thailand und Südasien. Im Nordosten Brasiliens, in Kolumbien und weiteren nördlichen Gebieten Südamerikas nimmt der Niederschlag zu. In Uruguay, in manchen Gebieten Argentiniens, an der Küste Ecuadors und im Nordwesten Perus nimmt der Niederschlag ab.

Dieses Wetterereignis wirkt sich auch negativ auf die Aktivität der tropischen Wirbelstürme im Becken des zentralen und östlichen Pazifiks aus. Die Anzahl und auch die Stärke der tropischen Wirbelstürme im Atlantik Gebiet nimmt hingegen zu.

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