Klimadebatte wird zum Klassenkampf!

Die Klimadebatte scheint langsam aber sicher auszuufern. Die Vernunft wird zurückgestellt und purem Populismus wird Vorfahrt gewährt. Der normale Bürger wird immer mehr verunsichert. Das kann und darf so nicht weitergehen.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 24 Sep 2019 - 10:34 UTC
Klimaschutz
Die Klimaschutzdebatte läuft langsam aber sicher aus dem Ruder und wird zunehmend zu einer Art Klassenkampf.

Natürlich ist Klimaschutz eine wichtige Angelegenheit. Sie liegt vielen Menschen am Herzen und wird auch täglich im kleinen praktiziert. Doch langsam aber sicher scheint diese neue Klimabewegung immer mehr aus dem Ruder zu laufen. Es scheint sich eher zu einer Art Klassenkampf zu entwickeln. Plötzlich sind die Menschen besonders "böse" die die großen Autos fahren und besonders vermögend sind. Die sollen nun die großen Umweltsünder sein und dafür bestraft werden.

Weg mit den SUVs und weg mit den Flugzeugen heißen nun die Slogans und damit schießen die Klimaaktivsten weit über das eigentliche Ziel hinaus. So darf die ganze Klimadebatte nicht weiterlaufen. Das sät lediglich Neid und Hass und bringt dem brauen Sumpf weiteren Zulauf. Auch diese Nacht- und Nebelaktion der Bundesregierung, die sich scheinbar von den Klimademos getrieben fühlt, ist purer Unfug gewesen. Hierbei kam nichts weiter heraus als eine Reihe von unüberlegten Schnellschüssen. Man hat das Gefühl die Regierung ist in voller Panik und hat schnell Dinge beschlossen, um die Demonstranten zu besänftigen.

Selbsternannte Klimaschutz-Polizisten sind schon unterwegs

Die Klimadebatte nimmt immer seltsamere Formen an. In München wurden nun die ersten SUV in einer Nacht- und Nebelaktion mit Zetteln beklebt. Darauf steht unter anderem "Du stinkst". Dagegen wurden ältere Autos die tatsächliche Abgaschleudern sind verschont. Diese Zettel sind auf die Scheiben geklebt und zwar derart fest, dass man so kaum abbekommt. Das grenzt bereits an Sachbeschädigung. Aber daran sieht man bereits, wohin uns diese ganze Klimadebatte auf lange Sicht bringen könnte. Selbstjustiz kann jedenfalls nicht der Weg sein.

Wir müssen aufpassen, dass wir am Ende nicht auch noch Gefahr laufen, dass wir dem braunen Sumpf noch mehr Menschen in die Arme treiben. Menschen die sich durch eine aggressive Klimapolitik in die Ecke gedrängt fühlen oder gar von der Umwelt ausgeschlossen. Nicht jeder kleine Handwerker kann sich ein neues und klimafreundliches Fahrzeug leisten. Es ist der Mittelstand der unsere Wirtschaft am Leben hält und trägt.

Zusammen handeln, statt gegeneinander aufstacheln

Es macht natürlich auch wenig Sinn bei uns in Deutschland in Klimaschutzpanik zu verfallen. Immerhin tut unser Land schon viel für den Klimaschutz. Da könnten sich einige Länder eine gute Scheibe davon abschneiden. Wir tun ja gerade so, als seien wir seit Jahrzehnten die großen Klimasünder schlechthin und hätten den Klimaschutz an allen Ecken und Ende schleifen lassen. Das ist völliger Blödsinn.

Und wir haben es auch nicht nötig uns das von einer Greta Thunberg einreden zu lassen. Langsam aber sicher ufert das Ganze in eine Art Klima-Kult aus. Schlagzeilen wir "Greta unsere Hoffnung" machen mir eher Angst als Hoffnung. Ähnliche Sätze haben wir in der Zeitgeschichte immer wieder lesen können, meist nahm das ganze kein gutes Ende...

Werbung