Schockierend: Erneutes Extremjahr! Massive Gletscherschmelze in den Alpen! Der Klimawandel schlägt weiter voll zu!

Nach der Rekordschmelze im Jahr 2022 erleben die Gletscher in den Alpen auch in diesem Jahr einen massiven Verlust. In der Schweiz ist in nur zwei Jahren soviel Gletschereis verloren gegangen wie in der Zeit von 1960 bis 1990. Neben dem schneearmen Winter 2022/23 sind auch die hohen Temperaturen bis weit in den jetzigen Herbst schuld.

Gletscher
In nur zwei Jahren verloren die Alpengletscher in der Schweiz rund 10 Prozent des Eisvolumens

Die Gletscher in den Alpen schmelzen immer schneller. Damit wird die rasante Klimaerwärmung auch bei den Gletschern immer deutlicher sichtbar. Die Schweizer Gletscher haben allein in den letzten zwölf Monaten rund 4 Prozent ihres Eisvolumens verloren.

Dabei war schon das Jahr 2022 ein extremes Jahr, so dass in nur zwei Jahren die Gletscher in der Schweiz soviel Eis verloren wie in einem Vergleichszeitraum von 30 Jahren (1960-1990).

Gletscher schmelzen immer schneller

Die Gletscher würden immer schneller schmelzen, teilte die Schweizerische Kommission für Kryosphärenbeobachtung der Akademie für Naturwissenschaften mit. Dabei beurteilen sie die Beschleunigung als dramatisch. Die Ursachen für das zweite extreme Jahr liegen im sehr schneearmen Winter 2022/23 und den teilweise sehr hohen Temperaturen im Sommer bis in den Herbst hinein.

Wie in einem früheren Artikel berichtet, gab es zwar im Frühjahr diesen Jahres nochmal größere Schneemengen in den höheren Lagen der Alpen, doch der sehr warme Juni ließ den Schnee auf den Gletschern rasch abschmelzen. Der Schnee ist dabei zwei bis vier Wochen früher geschmolzen als üblich.

Selbst Ende August und Anfang September gab es in den Alpen mehrere Hitzewellen mit einer Nullgradgrenze von über 5000 Metern. Mit fast 5300 Metern lag die Grenze am 21. August diesen Jahres auf einer nie dagewesen Höhe. Gemeint ist die Höhenlage in der Atmosphäre, in der die Temperatur unter 0 Grad Celsius fällt.

Obwohl es auch vereinzelte Sommerschneefälle auf den Gletschern gab, sind diese aufgrund der rasch nachfolgenden hohen Temperaturen schnell wieder geschmolzen und brachten kaum Schneenachschub oder eine längere Unterbrechung der Schmelze.

Die Eisdicke sei im Durchschnitt aller Gletscher um rund drei Meter geschrumpft, wie Daten vom Schweizerischen Gletschermessnetz (Glamos), an dem unter anderem die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) beteiligt ist, eindrucksvoll belegen.

Etwas weniger dramatisch ist die Lage nur zwischen dem Berner Oberland und dem Wallis, da dort im vergangenen Winter nicht ganz so wenig Schnee gelegen hat. Am flächenmäßig größten Gletscher der Alpen, dem Großen Aletschgletscher, war der Verlust mit über zwei Metern an mittlerer Eisdicke dennoch sehr hoch.

Gletscher werden verschwinden

Einige Gletscherzungen sind mittlerweile zerfallen und kleinere Gletscher sind, wie an Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, ganz verschwunden. Gletscher sind unter anderem als Wasserspeicher von enormer Bedeutung. Durch die fortschreitende menschengemachte Klimaerwärmung wird sich die Gletscherschmelze in Zukunft weiter beschleunigen, auch wenn es mal einzelne Jahre mit weniger dramatischem Eisverlust geben kann.

Bis Mitte des Jahrhunderts werden viele Alpengletscher ganz verschwunden sein. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften dann die Alpengletscher im Durchschnitt rund 80 Prozent ihrer Masse verloren haben, wie der Weltklimarat IPCC schon in einem Sonderbericht im Jahr 2019 prognostizierte.

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