Außergewöhnlich niedriger Wasserstand: Die Aussichten am Paraná-Fluss!

In den letzten Tagen wurden in mehreren Häfen extrem niedrige Wasserstände verzeichnet, wie sie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Ein krasses Wetterextrem im Vergleich zu den Fluten in Deutschland.

Die Bilder in dem Video unten sind überzeugend: Menschen, die am Flussbett des Paraná entlanggehen, als wäre es eine Wüste. Es ereignete sich am vergangenen Wochenende vor der Stadt Paraná in der Provinz Entre Ríos und zeigt die komplexe Situation, die dazu geführt hat, dass es als das ausgeprägteste und langanhaltendste Niedrigwasser seit mindestens 50 Jahren eingestuft wird. Zugleich versinken in Mitteleuropa viele Ortschaften im Hochwasser.

Carlos Ramonell, Dozent und Forscher an der Universidad del Litoral, sagt, dass dieses Niedrigwasser das Ergebnis eines Trends ist, der sich 2018 sehr früh zu manifestieren begann. "2018 hatten wir eine Zeit lang niedrige Wasserstände, aber nicht sehr signifikant. Im Jahr 2019 hielten diese Bedingungen länger an, 2020 wurden sie ausgeprägter und in diesem Jahr werden sie voraussichtlich noch stärker werden".

In den letzten Wochen hat sich die Situation verschlechtert und der Abwärtstrend hat sich verstärkt. Mehrere Häfen in den großen Städten der Litoral-Region melden in diesen Tagen negative Wasserstände, wie sie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr beobachtet wurden. Am Montag, den 19., wurde im Hafen von Parana eine Höhe von -0,33 m, in Rosario von -0,17 m und in Santa Fe von 0 m gemessen.

Jorgelina Hiba, Umweltjournalistin und Moderatorin des Dokumentarfilms "Bajo Río", der an diesem Dienstag, 20. Dezember, um 20 Uhr auf Facebook und dem offiziellen YouTube-Kanal der Universität von Rosario veröffentlicht wird, erklärt, dass "die Feuchtgebiete im Delta des Paraná-Flusses aufgrund der historisch niedrigen Wasserstände mehr denn je menschlichen Eingriffen ausgesetzt sind. Heute ist der Fluss mehrfach fragmentiert und wird vom Menschen auf vielfältige Weise beeinflusst.

Die Wetteraussichten sind alles andere als ermutigend... das Nationale Wasserinstitut (INA) berichtet, dass es in den nächsten Tagen und Wochen mit der Trockenheit weitergehen wird. Reichlich Regen ist derzeit weit und breit nicht in Sicht. Das sind somit extrem schlechte Aussichten und wie oben erwähnt das krasse Gegenstück zum aktuellen Wetter in Deutschland und seinen Nachbarländern. Es herrscht weltweit Extremwetter!