Deutschland in der Kältekralle!

Eine eisige Überraschung gab es am Mittwochmorgen für alle Frühaufsteher. Es gab Frost bis minus 8 Grad und das in weiten Teilen Deutschlands. Jacke, Mütze und Schaal gehörten damit zur Grundausstattung.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 30 Okt 2019 - 06:00 UTC
Frostiger Morgen
Da staunten viele Autofahrer nicht schlecht, als sie heute Morgen ihre vereisten Autoscheiben freikratzen durften.

Heute Morgen war es in weiten Teilen Deutschlands frostig kalt. Besonders der Norden und der Osten hatten mit tiefen Temperaturen zu tun. Selbst in Berlin-Tegel wurden minus 7,9 Grad gemessen. Für Ende Oktober ist das ein beachtlicher Tiefstwert. Wer sein Auto im Freien geparkt hatte, der musste heute Morgen vielerorts die Scheiben vom Eis befreien.

Da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, die passende Winterausrüstung im Auto zu haben. Außerdem ist es nun wieder allerhöchste Zeit seine Winterreifen aufzuziehen. Mit Sommerreifen gefährdet man nur andere und sich selbst. Auch in 2 Metern über dem Erdboden war es sehr kalt. Hier lagen die tiefsten Werte bei minus 6 Grad. Nur ganz im Süden von Deutschland gab es weder Luft- noch Bodenfrost. Dort hielten die dicken Wolken die Kälte ab.

Wann geht der Kälte die Puste aus?

Die Kälte strömt derzeit aus Nordeuropa zu uns nach Mitteleuropa und nach Deutschland. Verantwortlich für die kalten Nächte ist aber unter anderem auch das Hoch Oldenburgia. Das liegt mit seinem Zentrum genau über Deutschland. Die Tage, aber auch die Nächte sind wolkenlos. Stellenweise kann sich etwas Nebel oder Dunst bilden. Daher kann es bei Aufklaren sehr stark auskühlen. Die Frühwerte sinken teilweise in den Frostbereich.

Langsam verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt allerdings weiter nach Polen. Und damit rutscht auch die kalte Luft aus Deutschland raus. Kein Wunder: Vom Atlantik drängen direkt warme Luftmassen nach Mitteleuropa. Sie werden von Tiefdruckgebieten herangeführt. Zudem haben die auch jede Menge Regen im Gepäck. Mit der Kälte geht dann auch das sonnige Wetter.

Mittelfristig kein Frühwinter in Sicht

Zum Wochenende steigen die Höchstwerte dann schon wieder auf 14 bis 18 Grad. Dann ist es vorbei mit den kalten Nächten und den frostigen Temperaturen. Doch bis es soweit ist, gibt es morgen früh direkt noch einmal Frost. Besonders betroffen sind ähnlich Gebiete wie heute Morgen. Ab nächster Woche geht es dann erstmal mild weiter. Schaut man sich die aktuellen 10-Tages-Trends an, dann ist keine Rückkehr des Frühwinters in Sicht.

Bis zur Monatsmitte überwiegt der trübe und milde Wetter. Neuerliche Kaltluft ist nicht in Sicht. Scheinbar will sich der Winter so schnell nicht wieder blicken lassen. Wollen wir nur hoffen, dass die vergangene und die kommende Nacht am Ende nicht eine der kältesten Nächte der gesamten Wintersaison werden. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

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