4 Tierarten, die nur im Amazonasgebiet vorkommen und vom Aussterben bedroht sind
Ein Bericht sammelt wissenschaftliche Daten und warnt vor den Auswirkungen von Entwaldung, Bergbau und Umweltverschmutzung auf vier einzigartige Tierarten des Amazonasgebiets, deren Überleben von dringenden Schutzmaßnahmen und wirksamen öffentlichen Maßnahmen abhängt.

Der Amazonas beherbergt eine der größten Artenvielfalten der Erde mit Arten, die nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind. Dieses Naturerbe ist jedoch zunehmenden Bedrohungen ausgesetzt, die einzigartige Tiere an den Rand des Aussterbens bringen.
Zu den Hauptrisikofaktoren zählen die beschleunigte Entwaldung, die Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen, illegaler Bergbau und die Verschmutzung der Flüsse. Diese Aktivitäten führen zu einer Verringerung der Lebensräume, einer Kontamination der natürlichen Ressourcen und beeinträchtigen direkt das Überleben der Tierwelt im Amazonasgebiet.
Aktuelle Daten verdeutlichen die Schwere der Lage. Der Living Planet Report 2024 des WWF zeigt einen durchschnittlichen Rückgang der weltweit beobachteten Tierpopulationen um 73 Prozent zwischen 1970 und 2020, was auf einen fortschreitenden Zusammenbruch der Ökosysteme hindeutet.
Menschlicher Druck und Verlust der biologischen Vielfalt
Im Amazonasgebiet sind die Auswirkungen dieser Belastungen noch gravierender. Die Zerstückelung der Wälder und die Verschlechterung der Flussqualität gefährden ganze Nahrungsketten und beeinträchtigen Arten, die für ihre Fortpflanzung und Ernährung auf intakte Lebensräume angewiesen sind.

Zu den am stärksten bedrohten Tieren gehört die Amazonas-Seekuh, die kleinste ihrer Familie. Sie lebt ausschließlich in Süßwasserlebensräumen und leidet unter illegaler Jagd, Umweltverschmutzung und Verfangen in Fischernetzen.
Ein weiteres Symbol des Waldes ist die Riesenotter, auch bekannt als Ariranha. Diese gesellige und fleischfressende Tierart gilt aufgrund der Quecksilberverseuchung, die hauptsächlich durch Bergbauaktivitäten verursacht wird, sowie aufgrund der Überfischung als vom Aussterben bedroht.
Vom Aussterben bedrohte Arten und die Notwendigkeit ihres Schutzes
Der Weißgesicht-Saki, der nur in den Regionen Mato Grosso und Pará vorkommt, ist mit einem raschen Verlust seines Lebensraums konfrontiert. Die Abholzung der Wälder verringert sein Territorium und behindert die Fortpflanzung, wodurch die Art unmittelbar gefährdet ist.
Experten warnen, dass der Erhalt dieser Arten für das ökologische Gleichgewicht des Bioms unerlässlich ist. Ohne wirksame Schutzmaßnahmen, die Durchsetzung von Umweltvorschriften und die Wiederherstellung degradierter Gebiete könnte der Amazonas einige seiner symbolträchtigsten Tierarten unwiederbringlich verlieren.
Naturschutz, Wissenschaft und die Rolle lokaler Gemeinschaften
Forscher betonen, dass wissenschaftlich fundierte Naturschutzinitiativen, an denen traditionelle Gemeinschaften beteiligt sind, von grundlegender Bedeutung sind, um diese Bedrohungen abzuwenden. Indigene Völker und Flussgemeinschaften haben seit jeher als Hüter der Wälder und Flüsse fungiert und so zur Überwachung der Tierwelt und zum Schutz strategisch wichtiger Gebiete des Amazonas beigetragen.
Darüber hinaus plädieren Experten für die Stärkung von Schutzgebieten, die Ausweitung der Durchsetzung von Umweltgesetzen gegen Straftaten und Investitionen in langfristige Forschung. Das Überleben der endemischen Arten des Amazonas hängt von integrierten Maßnahmen ab, die öffentliche Politik, internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden, um zu verhindern, dass diese Tiere verschwinden, bevor sie von der Wissenschaft vollständig erforscht sind.
Quellenhinweis:
Olhar Digital. 4 espécies de animais que só existem na Amazônia e correm risco de extinção. 2025