Wer im Kopf aufräumen möchte, macht am besten einen kleinen Nap
Eine Studie der Uniklinik Freiburg belegt, dass ein Schlaf am Mittag gut für uns ist. Besonders in stressigen Zeiten, wenn wir viel Denken und Arbeiten müssen, braucht das Gehirn eine Zeit zum Runterkommen.

Für Studierende oder Schülerinnen und Schüler in Lernphasen ist ein kleiner Nap goldwert.
Der kurze Schlaf sorgt für mehr Konzentration
Die Forschenden haben klar aufzeigen können, dass das Gehirn nach dem Schlaf wieder deutlich lernfähiger ist als zuvor. Durch den kurzen Schlaf ist das Gehirn wieder entlastet und kann bessere Leistungen erzielen.
Über den Tag ist das Gehirn dauerhaft aktiv. In Meetings, in Calls oder auf dem Weg ins Büro nimmt es ständige neue Eindrücke auf, wir machen uns darüber hinaus Gedanken und verarbeiten Informationen, wie die Verspätung der Straßenbahn oder der Stau auf der Autobahn.
Nervenzellen können sich erholen und regenerieren
Die Verbindung zwischen unseren Nervenzellen läuft rund und mitunter auch manchmal auf Hochtouren. Doch die Verbindungen und das Aufnehmen von Inhalten ist sie irgendwann einfach gesättigt und wir können uns schlechter konzentrieren.
Die Ruhephase und der kurze Schlaf helfen dabei, die hohe Aktivität zu senken und es entsteht eine gewisse Regulierung und Ordnung des Erlebten.

Im besten Fall tritt ein sogenannter „synaptischer Reset“ ein, sodass das Gehirn und die Nervenzellen erholt wieder aufs Neue starten können.
Die Aufnahme von neuen Eindrücken funktioniert nach einer Pause besser
In der Studie schliefen die jungen Erwachsene circa 45 Minuten in der Mittagszeit. Das Forschungsteam untersuchte dann inwieweit sich die Aktivität im Gehirn veränderte.
Eine Vergleichsgruppe schlief nicht untertags. Die Forscherinnen und Forscher nutzen die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und EEG-Messungen, um genauer auf die Stärke und Flexibilität der Synapsen schauen zu können.
So konnten sie sehen, dass nach der Pause die Aktivität vermindert war. Auch die Aufnahme von neuen Inhalten und die einhergehenden neuen Verbindungen wurden durchaus besser gebildet.
Quellenhinweise
Kristoffer D. Fehér, Pauline Henckaerts, Valentin Hirsch, Ulrike Bucsenez, Marion Kuhn, Jonathan G. Maier, Carlotta L. Schneider, et al. (2026). A nap can recalibrate homeostatic and associative synaptic plasticity in the human cortex, NeuroImage, 2026, 121723, ISSN 1053-8119.
Universitätsklinikum Freiburg. (2026). Mittagsschlaf räumt im Gehirn auf und verbessert so die Lernfähigkeit. Pressemitteilungen. Presse.