Termin steht fest: An diesem Tag endet der Goldene Oktober, dann kommen Kälteschock, Frost und Schnee

Sonne satt und milde Nachmittage: Der Oktober zeigt sich von seiner schönsten Seite. Doch das Ende ist bereits in Sicht. Danach wird es eisig, in den Bergen sogar weiß.
Wer in diesen Tagen vor die Tür geht, kann sich kaum beklagen. Morgens liegt oft Nebel über den Tälern, doch spätestens am Mittag kommt die Sonne durch und taucht die Weinberge und Wälder in kräftige Farben. Der goldene Oktober macht seinem Namen alle Ehre, im Südwesten sind sogar noch knapp 20 Grad drin.
Verantwortlich dafür ist ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa festgesetzt hat und die Tiefs vom Atlantik einfach abblockt. Doch wer genau hinschaut, merkt schon jetzt: Die Nächte werden länger, die Luft am Morgen deutlich frischer. Und die Wettermodelle zeigen, dass dieses Herbstidyll nicht mehr lange hält.
Ab dem 18. Oktober kippt das Wetter
In den kommenden Tagen bleibt es zunächst noch freundlich und trocken. Vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands dürfen Sie sich auf weitere schöne Herbsttage freuen, ideal für Wanderungen oder einen Ausflug in die Weinberge.

Doch das Hoch beginnt zu schwächeln. Von Norden her nähert sich eine Wetterumstellung, die in den Berechnungen immer deutlicher wird. Ab dem 18. Oktober kippt die Lage dann spürbar, und zwar nicht zu einem gemütlichen Landregen, sondern zu richtig kalter Luft.
Polarluft im Anmarsch
Von Skandinavien aus stößt ein sogenannter Kaltlufttrog weit nach Süden vor. Er wirkt wie eine Rutsche, über die polare Luftmassen direkt nach Mitteleuropa gelangen. Die Temperaturen stürzen dann innerhalb weniger Tage um zehn Grad und mehr ab.
Tagsüber sind vielerorts nur noch einstellige Werte drin, im Norden und Osten wird es teilweise richtig ungemütlich. Dazu frischt der Wind auf, und immer wieder ziehen kräftige Schauer durch. Der Herbst zeigt dann sein zweites Gesicht.
Erster Frost und Schnee in den Bergen
Besonders die Nächte haben es in sich. In klaren Nächten droht verbreitet der erste Bodenfrost, in Mulden und Tälern auch Luftfrost. Empfindliche Pflanzen sollten Sie spätestens dann ins Haus holen und Wasserleitungen im Garten abdrehen.

In den Bergen wird es sogar weiß. Die Schneefallgrenze sinkt zeitweise auf 1000 bis 1200 Meter, in den Alpen ist verbreitet Neuschnee möglich. Auch auf den höchsten Gipfeln der Mittelgebirge, etwa auf dem Feldberg oder dem Fichtelberg, könnten die ersten Flocken fallen. Im Flachland reicht es dagegen nur für kalten Regen.
Kein Grund für Winterpanik
Wer jetzt schon einen strengen Winter heraufziehen sieht, sollte einen Gang zurückschalten. Kälteeinbrüche im Oktober sind keine Seltenheit, sie kommen in vielen Jahren vor. Oft setzt sich danach wieder mildere Luft vom Atlantik durch, und der Herbst macht ganz normal weiter.

Unterm Strich dürfte der Oktober trotz des Kälteschocks sogar ein bis zwei Grad zu warm ausfallen. Die Wärme der ersten Monatshälfte gleicht die kalten Tage also locker wieder aus. Wie es im November weitergeht, ist derzeit noch völlig offen.
So bereiten Sie sich jetzt vor
Nutzen Sie die schönen Tage bis zum 18. Oktober, solange sie noch da sind. Ein Spaziergang in der Herbstsonne, das letzte Grillen auf der Terrasse oder eine Tour durch die bunten Wälder: Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr.
Gleichzeitig ist jetzt der richtige Moment, um an Winterreifen zu denken, vor allem wenn Sie in höheren Lagen wohnen oder in den Urlaub in die Alpen fahren. Und suchen Sie schon mal den Eiskratzer. Denn wenn die Polarluft erst einmal da ist, kann es morgens schneller glatt werden, als vielen lieb ist.