Sommerferien-Wetter 2026: Wo es glüht, wo es kühl bleibt – „Achterbahn-Sommer" rollt an

Die Sommerferien starten – und das Wetter dreht auf. Der Süden schwitzt bei bis zu 40 Grad, der Norden bleibt frisch, dazwischen krachen die Gewitter. Wo Sie was erwartet.


Kaum sind die letzten Zeugnisse verteilt, dreht das Wetter noch einmal richtig auf. Der Juni ist mit einem Allzeitrekord von 41,7 Grad in die Geschichtsbücher gerauscht – so heiß war es in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 noch nie. Wer jetzt keine Fernreise gebucht hat, sondern daheimbleibt, fragt sich zu Recht: Wird das ein Sommer zum Genießen oder eher einer zum Aushalten?

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Die kurze Antwort lautet: beides. Und zwar oft am selben Tag. Ich habe die aktuellen Wettermodelle für die Sommerferien einmal gründlich auseinandergenommen – und das Ergebnis ist alles andere als langweilig.

Der Süden glüht – der Rekordkurs geht weiter

Fangen wir mit der guten Nachricht für alle Sonnenanbeter an: Im Süden und Südwesten bleibt der Hochsommer der Chef im Ring. Nach einer kurzen Verschnaufpause zu Ferienbeginn baut sich in der ersten Juli-Hälfte bereits die dritte Hitzewelle des Jahres auf. Zwischen Freiburg, Stuttgart und München werden verbreitet 30 bis 37 Grad erwartet, und selbst die magische 40-Grad-Marke ist an einzelnen Tagen nicht ausgeschlossen.

Auch der Osten mischt ganz vorne mit – nicht umsonst wurde der neue Rekord ausgerechnet in Brandenburg gemessen. Wer also Badesee, Balkon und Eisdiele liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Sonnencreme, Wasserflasche und ein schattiges Plätzchen sind dann aber Pflicht und nicht Kür.

Der Norden atmet auf

Ganz anders die Lage im Norden: Zwischen Nordsee, Ostsee und dem Emsland bleibt es deutlich frischer. Während der Süden kocht, pendeln sich die Temperaturen hier oft nur bei 18 bis 24 Grad ein, dazu weht ein häufig kräftiger Wind von der Küste. Für alle Hitzegeplagten klingt das nach dem reinsten Paradies.

Der Sommer könnte im Juli und August ziemlich heiß ausfallen.
Der Sommer könnte im Juli und August ziemlich heiß ausfallen.

Ganz ohne Sonne müssen die Küstenfans aber trotzdem nicht auskommen. Immer wieder schiebt sich das Sommerhoch kurz nach Norden und schenkt auch Hamburg und Kiel ein paar herrliche Strandtage. Nur eben nicht am Stück – der Norden bleibt der wechselhafte Teil der Republik.

Trocken im Westen – aber die Gewitter kommen mit Ansage

Genau in der Mitte zwischen diesen beiden Welten liegt der spannendste Bereich. Bei uns im Westen, von Rheinland-Pfalz bis ins Ruhrgebiet, bleibt es über weite Strecken trocken und sonnig – oft zu trocken, denn die Böden lechzen längst nach Regen. Das ist Fluch und Segen zugleich.

Denn wo die Hitze länger steht, lädt sich die Atmosphäre auf wie eine Batterie. Die Folge sind heftige Wärmegewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen, die innerhalb von Minuten aus 35 Grad ein kleines Unwetter zaubern. Meine dringende Bitte: An solchen Tagen die Warnungen ernst nehmen – so ein Gewitter hat es faustdick hinter den Ohren.

August – der Sommer wird zur Wundertüte

Und dann kommt der August, der klassische Ferienmonat schlechthin. Die Langfristmodelle sind sich einig, dass er unterm Strich erneut zu warm ausfällt – heiße Tage jenseits der 35-Grad-Marke inklusive, vor allem zu Monatsbeginn. So weit, so sommerlich.

Doch Vorsicht: Ausgerechnet der letzte Sommermonat könnte deutlich nasser werden als Juni und Juli. Einige Modelle rechnen phasenweise mit ordentlich Regen, örtlich sogar mit zu viel davon. Im Klartext heißt das: mal Bikini, mal Regenschirm – und beides bitte immer griffbereit im Kofferraum.

Mein Tipp für alle Daheimgebliebenen

Unterm Strich wird 2026 ein Sommer der Extreme – heiß und trocken, dann wieder Krach am Himmel und Abkühlung. Mich erinnert das ehrlich gesagt an die Sommer meiner Kindheit in den 80ern: kein durchgehender Backofen, sondern ein ständiges Auf und Ab, bei dem man den schönen Tag einfach nehmen muss, wenn er kommt.

Und genau das ist mein Rat an alle, die daheimbleiben: Bleiben Sie flexibel. Wer den Grill spontan anwirft, sobald die Sonne lacht, und das Freibad direkt nach dem Gewitter genießt, erlebt einen richtig schönen Sommer – ganz ohne Flughafen-Stress und teure Fernreise. Die besten Ferientage liegen nämlich oft direkt vor der eigenen Haustür.