Zwischen Herbstfeeling und Hitzeblock: Riesige Wetterkontraste in Deutschland - Wochenende "großes Hitze-Comeback"?
Große Wetterkontraste bestimmen das Wetter in Deutschland: Während an den Küsten ein Sturmtief mit kaum 20 Grad für Herbstfeeling sorgt, geht die Hitze am Oberrhein bei über 30 Grad immer weiter. Am Wochenende könnte die große Frankreich-Hitze zu uns rüberschwappen.

In Freiburg im Breisgau gab es in diesem Sommer schon mehr als doppelt so viele Hitzetage mit 30 Grad und mehr als in Berlin. Die in diesem Sommer bisher besonders ausgeprägten Temperaturgegensätze zwischen dem Nordosten und dem Südwesten Deutschlands bleiben bestehen bzw. werden sich noch weiter verschärfen.
Schon am vergangenen Wochenende waren die Unterschiede in Deutschland riesig. Im Norden und an den Küsten gab es am Rande eines Sturmtiefs mit viel Wind und kaum 20 Grad schon richtiges Herbstfeeling. Am Samstag (04.07.) stieg das Thermometer zum Beispiel am Flughafen in Hamburg nur auf maximal 17,3°C und selbst in Berlin-Tegel wurde nur mit Mühe und Not die 20 Grad-Marke überschritten (20,8°C). Am Leuchtturm Alte Weser wurde dabei eine Sturmböe von 78km/h registriert.
Mäßig warm im Norden, Hitze im Südwesten
Ganz anders ist die Wetterlage im Südwesten des Landes: Bei viel Sonne und nur wenig Wind gab es am Oberrhein am Samstag Werte um 30 Grad, am Sonntag (05.07.) stiegen die Werte in Müllheim sogar auf heiße 31,9°C. Gut zu erkennen ist dieses Muster auch in der bisherigen Anzahl der Hitzetage (Tmax. >=30°C) in diesem Sommer: Hamburg 6, Berlin/Potsdam 7, Köln 13, München 17, Frankfurt 18 und Freiburg im Breisgau 19 Hitzetage.
Der Norden hat natürlicherweise im Schnitt weniger Sommer- und Hitzetage als der Süden und insbesondere der Südwesten Deutschlands. In diesem Sommer ist dieser Kontrast aber besonders stark ausgeprägt. Mit der mittlerweile dritten markanten Hitzewelle über Frankreich wird sich dieser Gegensatz in den kommenden Tagen sogar noch verstärken.
Heat Dome im Anmarsch
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) July 6, 2026
Die nächste Hitzewelle baut sich über Deutschland auf
️ Von 17 Grad im Nordosten auf bis zu 35 Grad am Wochenende
️ Nach Regen und Wind übernimmt wieder die Hitzeglocke.
Alle Infos zum Wetter gibt es hier
https://t.co/dxKrUw1khu pic.twitter.com/aK23h1rKzP
So gibt es in den kommenden Tagen von Dienstag bis zum Donnerstag im Norden und Nordosten sehr wechselhaftes und windiges Schauerwetter bei Höchstwerten von nur 18 bis 23 Grad, während es mit jedem Kilometer nach Südwesten immer trockener und auch sonniger wird. Hier ist auch die Waldbrandgefahr hoch! Die Höchstwerte liegen im Süden und Westen Deutschlands bei hochsommerlichen 26 bis 31 Grad, am südlichen Oberrhein teilweise bis an die 35 Grad.
Am Freitag sowie am kommenden Wochenende breitet sich die Wärme und Hitze wohl wieder weiter in den Norden und Nordosten des Landes aus. Bei viel Sonnenschein besteht insbesondere Richtung Alpen das Potential für einzelne Hitzegewitter und der Gefahr von Unwettern. Im Norden Deutschlands erreichen die Werte dann auch wieder sommerliche 25 bis 28 Grad, ab der Landesmitte Richtung Süden wird es wieder heiß bei Höchstwerten von 29 bis 34 Grad, am Oberrhein auch sehr heiß mit Werten um oder etwas über 35 Grad.
Dritte markante Hitzewelle über Frankreich
Damit wird die Hitze zum Glück nicht ganz so extrem wie noch Ende Juni, als in Deutschland recht verbreitet die 40 Grad-Marke erreicht wurde und es an drei aufeinanderfolgenden Tagen zu neuen Allzeitrekorden kam. Spitzenreiter war letztendlich die Station Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,8°C.
In Frankreich steht aktuell die dritte markante Hitzewelle in diesem Sommer an. Verbreitet wird es hier wieder Temperaturen über der 40 Grad-Marke geben und auch die Dürre wird sich weiter verschärfen. In den kommenden sieben Tagen ist hier so gut wie kein Niederschlag in Aussicht und die Waldbrandgefahr wird weiterhin steigen. In Südfrankreich sind aktuell schon mehrere größere Waldbrände ausgebrochen.