Fast 50 Liter Regen! Wetterwechsel schlägt voll zu – und jetzt drohen weitere Starkregen-Tage
Der Regen istda! Fast 50 Liter Regen innerhalb eines Tages sind regional bereits gefallen und zeigen die Wucht des Wetterwechsels. Doch damit nicht genug: Neue Tiefausläufer bringen Deutschland weitere Schauer, Gewitter und Starkregengefahr.

Was für ein Wetterwechsel: Nach Hitze, Trockenheit und ausgedörrten Böden hat der 'regenreiche Westdrift' plötzlich den Turbo eingelegt. 47,6 Liter pro Quadratmeter kamen innerhalb von 24 Stunden zusammen, davon allein 34 Liter in nur einer Stunde. Und das dürfte erst der Anfang einer ziemlich nassen Wetterwoche sein. Denn über dem Atlantik stehen bereits die nächsten Tiefausläufer Schlange – mit neuem Regen, kräftigen Schauern und örtlicher Starkregengefahr.
Von fast 40 Grad bleiben plötzlich nicht einmal mehr 30 übrig
Auch von der extremen Hitze der vergangenen Wochen ist am Montag nirgends mehr was übrig- auch nicht im Südwesten. Mit der nordwestlichen Strömung hat sich wesentlich frischere Meeresluft in Deutschland ausgebreitet. Statt Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke werden heute nur noch 19 bis 27 Grad erreicht.
Dazu bleibt der Himmel vielerorts ziemlich wolkenreich. Vor allem im Süden können kräftige Schauer und Gewitter noch einmal ordentlich Wasser abladen. 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit sind möglich, über mehrere Stunden können 20 bis 35 Liter zusammenkommen – örtlich sogar mehr. Weiter nördlich mischen ebenfalls einzelne Schauer mit, während es in anderen Landesteilen im Tagesverlauf schon häufiger trocken bleibt.
Endlich keine Tropennächte mehr
Auch nachts ist der Unterschied zu den vergangenen Hitzetagen kaum zu übersehen. Bis zum Dienstagmorgen sinken die Temperaturen auf 16 bis örtlich nur noch 9 Grad. Gleichzeitig beruhigt sich das Wetter vorübergehend, die Schauer werden seltener und zwischen den Wolken kann der Himmel auch einmal länger aufklaren.
Doch ausgerechnet diese Wetterruhe hält nicht lange. Noch bevor der Dienstag richtig begonnen hat, kündigt sich von Westen bereits der nächste Tiefausläufer von Tief Nora an. Die Wolken werden wieder dichter und erster Regen breitet sich aus.
Dienstag: Es regnet die Erde wird nass...
Damit bekommt die Wetterwoche ihren nächsten nassen Schub. Am Dienstag breitet sich der Regen über größere Teile Deutschlands aus, teilweise kann er auch schauerartig kräftiger ausfallen. Im Süden können durch orographisch bedingte Staueffekte örtlich erneut 15 bis 35 Liter pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden zusammenkommen, exponiert zeigen einzelne Berechnungen sogar noch mehr.
Temperaturmäßig bleibt Deutschland dabei weit von der vergangenen Extremhitze entfernt. Unter den vielen Wolken liegen die Höchstwerte meist zwischen 19 und 24 Grad, nur dort, wo sich die Sonne länger durchsetzen kann, sind noch einmal bis zu 26 Grad drin.
Ab Mittwoch wird die Luftmassengrenze zum entscheidenden Wetter-Faktor
Zur Wochenmitte wird die Wetterlage dann noch spannender. Über Deutschland geraten unterschiedlich temperierte Luftmassen immer stärker aneinander. Im Süden kann das Thermometer noch einmal auf bis zu 29 Grad steigen, während andernorts bereits bei 20 bis 25 Grad Schluss ist.
Genau in diesem Übergangsbereich kann sich Regen länger festsetzen. Dazu kommen Schauer und einzelne Gewitter. Und jetzt rückt neben dem klassischen Gewitter-Starkregen zunehmend auch länger anhaltender Regen in den Fokus.
️ Endlich Regenmengen
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) August 17, 2026
Regional in den nächsten Tagen 30 l/m² und mehr aufsummieren
Süden teils 1535 l/m² in 12 Stunden, örtlich auch darüber
Stark- und Dauerregen die Niederschlagsverteilung aber sehr unterschiedlich
https://t.co/dxKrUw1khu pic.twitter.com/KLmQtB94p4
Donnerstag könnte aus Regen sogar Dauerregen werden
Besonders im Süden wird die Entwicklung interessant. Die Atmosphäre enthält wieder reichlich Feuchtigkeit, gleichzeitig bleibt die Wetterlage in Bewegung. Kräftiger Regen kann dadurch länger anhalten, an den Alpen steigt sogar das Potenzial für Stark- und Dauerregen. Eingelagerte Gewitter können die Mengen zusätzlich nach oben treiben.
Trotzdem wird es keineswegs herbstlich kalt: Am Donnerstag werden 20 bis 27 Grad erwartet. Wir bekommen also keinen Absturz in frühherbstliche Temperaturen, sondern einen wechselhaften, sommerlich-gedämpft warmen Wetterabschnitt mit wesentlich mehr Wasser von oben.
Zum Freitag werden die Fragezeichen größer
Je weiter die Woche voranschreitet, desto schwieriger wird allerdings die Frage, wo die größten Regenmengen tatsächlich herunterkommen. Nach Analyse der Wettermodelle lässt sich aber klar konstatieren: Die Hitze ist raus und der Regen ist da.
Die festgefahrene Hitze-Hochdrucklage ist erst einmal Geschichte und Tiefdruckgebiete werden vom Atlantik aus wieder wesentlich stärker in unser Wetter eingreifen können.