"Mähfreier Mai" in Deutschland: Was bringt das wirklich?

Seit fünf Jahren führt die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) zusammen mit den Gartenakademien die Kampagne "Mähfreier Mai" (No mow may) durch. Was dahinter steckt.

Die Deutsche Gartenbaugesellschaft dazu auf, im Mai einfach mal nicht zu mähen (Foto: Adobe Stock)

Seit fünf Jahren führt die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) zusammen mit den Gartenakademien die Kampagne "Mähfreier Mai" (No mow may) durch. Eine Idee, die ursprünglich aus England stammt, wo die Aktion seit Jahren viele Gartenbesitzer begeistert. Und auch in Deutschland soll m Mai einfach mal nicht der Rasenmäher angeschmissen werden. Statt geschniegelt-kurzem Rasen darf das Gras wachsen - und zwar bewusst.

Was steckt hinter der Aktion "Mähfreier Mai"?

Der Gedanke dahinter ist simpel, aber effektiv: Unsere Gärten bestehen heute oft zu großen Teilen aus Rasenflächen, die viel Pflege brauchen, aber ökologisch wenig bieten. Der “Mähfreie Mai” setzt genau hier an und fordert dazu auf, den Garten einfach für ein paar Wochen sich selbst zu überlassen.

Klingt paradox, ist aber logisch: Längeres Gras ist robuster. Es schützt den Boden daher besser vor Austrocknung, speichert mehr Feuchtigkeit und übersteht Hitzeperioden deutlich entspannter. Gerade mit Blick auf den immer trockeneren Sommer kann das ein echter Vorteil sein. Außerdem wird der Pflegeaufwand langfristig reduziert. Wer den Rasen nicht ständig auf Golfplatz-Niveau hält, spart sich viele Arbeitsschritte – und Nerven.

Weniger Arbeit, mehr Freizeit

Ein nicht zu unterschätzender Bonus: Sie gewinnen Zeit. Kein Mähen bedeutet keine Benzinkosten, weniger Stromverbrauch und vor allem weniger Lärm. Gerade an warmen Frühlingstagen ist das ein echter Gewinn. Für Sie und Ihre Nachbarn Statt hinter dem Rasenmäher herzulaufen, bleibt mehr Raum für die schönen Dinge: ein Buch im Garten, ein Kaffee in der Sonne oder einfach mal nichts tun.

Entspannung statt Stress: Lassen Sie einfach die Seele baumeln, statt sich mit dem Rasenmäher abzumühen (Foto: Adobe Stock)

Ein Paradies für Bienen & Co.

Der größte Gewinner des “Mähfreien Mai” ist aber die Natur. Während ein kurz geschorener Rasen kaum Lebensraum bietet, wird eine ungemähte Fläche schnell zur kleinen Wildblumenwiese. Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee dürfen blühen und liefern reichlich Nahrung.

Die britische Organisation Plantlife hat das untersucht: Ungemähte Rasenflächen können bis zu zehnmal mehr Nektar für bestäubende Insekten liefern. Ein echter Boost für Bienen, Schmetterlinge und andere wichtige Helfer.

Die Kampagne der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft sorgt also bei Mensch und Tier für Glücksmomente. Und hilft ganz auch noch dabei, sich wieder ganz aufs Wesentlich zu besinnen. Ohne Druck, ohne Stress. Um einfach den Frühling in seiner schönsten Zeit zu genießen.

Quellenhinweis:

Deutsche Gartenbaugesellschaft 1822 e.V., SWR

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