Der kleinste Smart Ring der Welt: Was ihn so besonders macht
Der Oura Ring ist der kleinste Smart Ring der Welt und bringt zahlreiche neue Funktionen mit. Der Hersteller setzt auf präzisere Messungen, innovative Software und neue Ansätze in der Frauengesundheit.

Für gewöhnlich sind Smart Ringe groß und auffällig. Doch mit dem Oura Ring 5 hat das Unternehmen ŌURA die neueste Generation seines Smart Rings vorgestellt. Demnach handelt es sich bei dem neuesten Coup der Finnen um den kleinsten Smart Ring der Welt, der 40 Prozent kleiner als sein Vorgänger ist und aus leichtem, hypoallergenem Titan besteht.
Tom Hale, Chief Executive Officer bei Oura, betont: "Oura Ring 5 ist ein großer Schritt hin zu unserer Vision, jedem Körper eine Stimme zu verleihen." Der Ring sei komplett neu konzipiert worden, um ihn komfortabler zu machen und gleichzeitig mit fortschrittlicher Software zu kombinieren.
Warum der Finger beim Tragen entscheidend ist
Seit mehr als zwölf Jahren entwickelt Oura Smart Rings und setzt dabei bewusst auf den Finger als Messpunkt. Laut Unternehmen liefern die Arterien im Finger ein deutlich stärkeres Pulssignal als am Handgelenk – bis zu 100-mal stärker. Dadurch sollen biometrische Daten präziser und zuverlässiger erfasst werden als bei klassischen Wearables. Es wird empfohlen, den Ring am Zeige- oder Mittelfinger zu tragen.
Neue Sensorik für genauere Daten
Für den Oura Ring 5 wurde die gesamte Architektur überarbeitet: von den Sensoren bis zum Akku. Holly Shelton, Chief Product Officer bei Oura, erklärt: "Um ein Produkt um 40 Prozent kleiner zu machen, ohne auch nur ein Funken an Genauigkeit einzubüßen, mussten wir jede Annahme überdenken."
Die neue Signalarchitektur umfasst unter anderem flache Sensordomes für besseren Hautkontakt sowie leistungsstärkere LEDs und zwölf stärkere Signalpfade. Diese sollen eine höhere Genauigkeit bei unterschiedlichen Fingertypen und Hauttönen ermöglichen.
Robust für den Alltag
Der Ring ist in den Größen 6 bis 13 erhältlich und kommt in verschiedenen Finishes, darunter ein neues Gold sowie “Deep Rose”. Eine widerstandsfähige PVD-Beschichtung sorgt für erhöhte Kratzfestigkeit. Zudem ist der Ring staub- und wasserdicht bis 100 Meter (IP68) und damit für Alltag, Sport und Reisen geeignet.
Mit dem neuen Charging Case bietet Oura eine mobile Ladelösung, die bis zu einen Monat zusätzliche Akkulaufzeit liefern kann. Das Gehäuse unterstützt kabelloses Laden und ermöglicht über eine Aktionstaste eine schnelle Statusabfrage und Kopplung.

Neu ist auch die Funktion "Locate", mit der sich Ring und Ladecase in der App wiederfinden lassen. Zudem führt Oura eine Live-Aktivitätserfassung ein, bei der Nutzer Trainingsdaten wie Tempo, Distanz und Herzfrequenz in Echtzeit verfolgen können.
Fokus auf Frauengesundheit
Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Funktionen zur Frauengesundheit. Mit "Menopause Insights" führt Oura einen klinisch entwickelten Fragebogen ein, der die Auswirkungen der Menopause auf den Alltag messbar machen soll. Nutzerinnen erhalten ein personalisiertes Dashboard, das ihre Symptome und deren Einfluss transparent darstellt.
Auch für hormonelle Verhütung gibt es neue Funktionen. Diese zeigen, wie sich Verhütungsmittel auf die individuelle Biometrie auswirken können.
Mehr Kontrolle über persönliche Daten
Oura erweitert zudem seine Datenschutzfunktionen. Nutzer können ihre Daten nun gezielt für bestimmte Zeiträume löschen, ohne ihre gesamte Historie zu verlieren. Das Unternehmen betont, keine Daten zu verkaufen und auf transparente Datenverarbeitung zu setzen.
Mit dem Oura Ring 5 will das Unternehmen neue Maßstäbe im Bereich der Smart Rings setzen und personalisierte Gesundheitseinblicke für eine breite Zielgruppe zugänglich machen.