Das erste Mal Camping in der freien Natur: Ein praktischer Leitfaden dazu, was man mitnehmen sollte

Vom ersten Campingplatz bis zum gelungenen Outdoor-Abenteuer: Praktische Tipps und Ratschläge von Experten für die Planung Ihres ersten Campingausflugs.

Wusstest du, dass eine Woche Camping ohne Technik deine innere Uhr zurücksetzen und deinen Schlafrhythmus mit dem natürlichen Sonnenlicht synchronisieren kann?
Wusstest du, dass eine Woche Camping ohne Technik deine innere Uhr zurücksetzen und deinen Schlafrhythmus mit dem natürlichen Sonnenlicht synchronisieren kann?

Camping ist eine wunderbare Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben. Das Schlafen unter freiem Himmel erfordert jedoch etwas Planung, damit das Erlebnis angenehm und nicht unangenehm wird. Wenn Sie zum ersten Mal campen gehen, hilft Ihnen dieser praktische Leitfaden dabei, alles Notwendige einzupacken.

Kälte, Hitze und die kleinen Tricks, die erfahrene Camper bereits kennen, können den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wie Baden-Powell, der Begründer der Pfadfinderbewegung, einmal sagte: „Der Anfänger beklagt sich über das harte Leben im Lager, aber der Pfadfinder, der die Spielregeln kennt, versteht, dass das Leben in der freien Natur keineswegs hart ist.“

Grundausstattung: Wo Sie übernachten werden

Der Erfolg Ihrer ersten Nacht im Freien hängt von drei unverzichtbaren Dingen ab.

  • Das Zelt: Wählen Sie ein Zelt, dessen Kapazität größer ist als die Anzahl der Personen. Wenn beispielsweise zwei Personen campen, bietet ein Dreipersonenzelt idealen Platz für die Ausrüstung. Ein Drei-Jahreszeiten-Zelt ist in der Regel die beste Wahl.
  • Der Schlafsack: Überprüfen Sie die Temperaturangabe sorgfältig. Er sollte für die niedrigsten an Ihrem Reiseziel zu erwartenden Temperaturen geeignet sein (in der Regel zwischen 15°F und 30°F / -9°C bis -1°C, um zusätzlichen Komfort und Sicherheit zu gewährleisten).
Die ersten leichten, tragbaren Zelte wurden für die römische Armee entwickelt, lange bevor sie als Freizeitausrüstung zum Einsatz kamen.
Die ersten leichten, tragbaren Zelte wurden für die römische Armee entwickelt, lange bevor sie als Freizeitausrüstung zum Einsatz kamen.
  • Die Isomatte: Das ist eines der bestgehüteten Geheimnisse erfahrener Camper. Eine Isomatte sorgt nicht nur für Komfort, sondern bildet auch eine Wärmebarriere gegen Kälte und Feuchtigkeit, die vom Boden aufsteigt. Falls Sie einmal keine dabei haben, können mehrere Lagen Zeitungspapier helfen, die Auswirkungen dieses Versäumnisses zu mildern.

Kleine Must-haves: Was du auf keinen Fall in deinem Rucksack vergessen solltest

Manche Dinge nehmen nur sehr wenig Platz ein, können aber eine ganze Reise retten. Packen Sie unbedingt Folgendes ein:

  • Eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe (sowie Ersatzbatterien).
  • Ein Feuerzeug oder Streichhölzer, die in einem wasserdichten Beutel aufbewahrt werden.
  • Ein Erste-Hilfe-Kasten (mit Verbandmaterial, Desinfektionsmitteln und grundlegenden Medikamenten).
  • Sonnencreme und Insektenschutzmittel.
  • Besonders warme Kleidung (die Nächte im Freien sind fast immer kälter als erwartet).
Ultraleichtes Camping-Kochgeschirr und Rettungsdecken nutzen eine Technologie, die ursprünglich von der NASA entwickelt wurde, um Astronauten vor extremer Kälte zu schützen.
Ultraleichtes Camping-Kochgeschirr und Rettungsdecken nutzen eine Technologie, die ursprünglich von der NASA entwickelt wurde, um Astronauten vor extremer Kälte zu schützen.
  • Eine tragbare Powerbank für Ihr Handy für den Notfall.
  • Plastiktüten. Falls Ihr Rucksack keine Regenhülle hat, packen Sie Kleidung und Ihren Schlafsack in Plastiktüten, damit sie trocken bleiben.

Kochen im Freien: Was man für die Mahlzeiten mitnehmen sollte

Wenn Sie vorhaben, warme Mahlzeiten zuzubereiten, sollten Sie einen tragbaren Campingkocher (viele Campingplätze stellen auch Kochmöglichkeiten zur Verfügung), Brennstoff und leichtes Kochgeschirr mitbringen, vorzugsweise wiederverwendbares. Für einen ersten Campingausflug ist es jedoch oft am besten, es einfach zu halten. Selbstgemachte Sandwiches oder Trockenmahlzeiten, für die nur heißes Wasser benötigt wird, sind praktische Optionen.

Bevor Sie ein Feuer entzünden, sollten Sie die örtlichen Vorschriften und Einschränkungen prüfen, um Sicherheitsrisiken und mögliche Bußgelder zu vermeiden.

Logistik und Sicherheit: Wo kann man zelten?

Wählen Sie für Ihr erstes Abenteuer gut organisierte Campingplätze oder Nationalparks mit guter Beschilderung. Suchen Sie nach Möglichkeit nach weniger bekannten Gegenden in der Nähe, um Menschenmassen zu vermeiden.

Da der Mobilfunkempfang in abgelegenen Gegenden oft ausfällt, sollten Sie Papierkarten (z. B. topografische Karten) mitnehmen oder digitale Karten für die Offline-Nutzung herunterladen. Teilen Sie einem Freund oder Familienmitglied vor Ihrer Abreise immer genau mit, wo Sie sich aufhalten werden, und geben Sie Ihre Reiseroute bekannt.

Nehmen Sie immer Müllsäcke mit. Einer der Grundsätze des Campings lautet „Leave No Trace“ (Hinterlasse keine Spuren), was bedeutet, dass Sie alles, was Sie mitbringen, wieder mitnehmen sollten. Wenn keine Toiletten vorhanden sind, nehmen Sie eine kleine Schaufel mit und vergraben Sie menschliche Ausscheidungen in einem etwa 6–8 Zoll (15–20 cm) tiefen Loch, mindestens 200 Fuß (60 Meter) entfernt von Flüssen, Wanderwegen und Campingplätzen.

Quellenhinweis:

https://www.nationalgeographic.com/travel/article/how-to-go-camping