So heftig wütet Orkan Sabine in Deutschland!

Orkan Sabine hat mit seinem Sturmfeld nun auch den Alpenramd erreicht. Wie heftig war der Orkan. Wurde im Vorfeld übertrieben oder waren die Warnungen angebracht gewesen? Wir machen eine Nachtbetrachtung.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 10 Feb 2020 - 09:53 UTC
Orkan Sabine
Der Orkan Sabine hat stellenweise für zahlreiche Schäden gesorgt.

Orkan Sabine hat es auf 176 km/h geschafft und das besonders in den Hochlagen von Deutschland. Die höchsten Böen wurden auf dem Feldberg im Schwarzwald und auch auf dem Brocken gemessen. Auf dem Weinbiet im Pfälzer Wald waren es immerhin noch 150 km/h. Gegen Morgen hat das Sturmfeld auch die Alpen erreicht. Dort wurden selbst im Flachland bis zu 140 km/h erreicht. In Fürstenzell in Bayern schaffte es eine Orkanböen sogar auf 154 km/h. Das war wirklich sehr hoch.

Im ganzen Land kam es zu Behinderungen. Der Bahnverkehr war zeitweise komplett eingestellt. Das gilt für den Fernverkehr wie auch für den Regionalverkehr. Aus Sicherheitsgründen hatte die Deutsche Bahn sich dazu entschieden. Trotzdem gab es während des Sturms auch einige Verletzte und es waren die typischen Verletzungen: Getroffen von herabstürzenden Ästen.

Bei der Kaltfront die heftigsten Böen

Die stärksten Böen gab es wie erwartet in der Nacht zum Montag. Als die Kaltfront teilweise mit Gewittern von Nordwesten nach Südosten gezogen ist, gab es die stärksten Böen. Besonders in der Mitte wurden orkanartige Böen, also Windstärke 11, gemessen. In Trier, Aachen und Würzburg gab es orkanartige Böen und es kam stellenweise zu Sachschäden.

Der Wind wird noch eine ganze Weile anhalten, denn das Sturmfeld ist ziemlich ausgeprägt. Besonders am Nachmittag drohen im Süden und auch in der Mitte neue schwere Sturmböen. Es ziehen aus Frankreich neue Regenwolken heran. Da gibt es teilweise auch wieder kurze Gewitter und dabei drohen wieder schwere Sturmböen bis 100 km/h.

Erst ab Mittwoch nachlassender Sturm

Die wechselhafte und stürmische Wetterlage wird uns noch bis zum Mittwoch begleiten. Nur nach und nach zieht das Sturmfeld ab und es wird in Deutschland wieder ruhiger. Zudem wird es dann auch wieder etwas kühler. Im Vorfeld der Kaltfront wurden heute morgen in Bayern bis zu 17 Grad gemessen. Das ist ein extrem warmer Februarmorgen.

In den kommenden Tagen wird es wieder etwas kälter. Nachts müssen wir sogar mit leichtem Frost rechnen. Auf den Straßen kann es stellenweise ziemlich glatt werden. Am Tag ist es meist nass-kalt und zeitweise gibt es Regen, ab 400 bis 500 m auch Schneeregen oder Schnee. Besonders in den Mittelgebirgen sind die Straßen auch tagsüber glatt.

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