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Das Ausmaß der Erderwärmung lässt sich anhand der Ozeane ausmachen

Eine neue Studie ernennt die Ozeane zu einer wesentlichen Informationsquelle, um die Erderwärmung zu quantifizieren. Erwärmt sich die Erde so schnell wie es scheint? Hier finden Sie die Schlussfolgerungen.

Daniela Aragón Daniela Aragón 19 Sep 2017 - 18:37 UTC
Erderwärmung und Temperatur der Ozeane
90% der Hitze, die durch die Treibhausgasemissionen zurückgehalten wird, landet in den Ozeanen.

In den vergangenen Monaten wurde an der Wahrhaftigkeit des Klimawandels gezweifelt. Donald Trump, Präsident der USA, hat sich gegen das Pariser Abkommen entschlossen, was die Skeptiker nur noch mehr zweifeln lässt. Leider ist das Thema erneut hoch aktuell, denn in den vergangenen Wochen und Monaten mussten an verschiedenen Orten unseres Planeten wieder extreme Hitzewellen verzeichnet werden und gegen außerordentlich starke Hurrikans, wie Irma und jetzt Taifun Talim in Japan, angekämpft werden.

Punktuelle Wetterereignisse sollten nur mit höchstem Vorbehalt der Erderwärmung zugeschrieben werden, da Sie Teil ganz anderer temporärer Spektren sind. Nichtsdestotrotz, nachdem Harvey und Irma tobten, neigen die Wissenschaftler dazu, auf den Einfluss der hohen Temperaturen auf die tropischen Systeme aufmerksam zu machen. Umso mehr Wärme, desto mehr Verdunstung und potentielle Unbeständigkeit, das ist Physik! Das Weltklima hat schon immer geschwankt, aber so stark wie heutzutage?

Studie um die Erderwärmung zu messen

Eine neue Studie, die im EOS veröffentlicht wurde, gibt an die beste Methode um die Erderwärmung zu messen, ausfindig gemacht zu haben: die Überwachung der Ozeantemperatur und des Meeresspiegelanstiegs. Bisher war das wichtigste Maß für den Klimawandel die durchschnittliche globale Temperatur der Erdoberfläche, die Wissenschaftler dieser Studie (aus der chinesischen Akademie für Wissenschaft: NOAA oder Mercator Ocean) meinen hingegen, dass der Ozean die beste Informationsquelle darstellt. Um beweisen zu können, wie schnell die Erde sich erwärmt, konzentrieren sich die Wissenschaftler auf das globale Energieungleichgewicht (EEI): die Differenz zwischen der Solarstrahlung die eindringt und der langwelligen Solarstrahlung, die austritt (Wärmestrahlung). Die Zunahmen des EEI steht im direkten Zusammenhang mit unseren Aktivitäten, bei denen Kohlendioxyd und weitere Gase, die zum Treibhauseffekt beitragen, in die Atmosphäre freigesetzt werden. 

Das Problem ist, dass praktisch 90% dieser zusätzlichen Wärme in die Ozeane gelangt.



Änderungen im Anstieg der Meeresspiegel laut der GRACE Satellitenbeobachtung, 2002-2014. Quelle: NASA

Diese Überlegung sollte ausreichend sein, um die Schlussfolgerungen dieser Wissenschaftler zu unterstützen. Jedoch weist der Ozean zahlreiche Herausforderungen auf, um eine angemessene Beobachtung durchführen zu können. Allein um die Temperatur im Ozean messen zu können, hat man massenhaft Sensoren gleichmäßig zu verteilen und dass in idealer Tiefe. Dies war bis 2006 ein Handicap, bis das Programm namens Argo erschien. Tausende automatisierte Treibbojen, die über alle Ozeane verteilt sind und Informationen über die 2.000 oberen Meter hinweg sammeln.   

Laut der aktuellsten Berechnungen, liegen die 10 wärmsten Jahre des Ozeans zwischen 2006 und 2016. Zum Vergleich, der Wärmeanstieg im Ozean seit 1992, in den 2.00 oberen Metern, ist um ca. 2.000 Mal grösser als die Nettoproduktion an Strom der US-amerikanischen Energieversorgungsunternehmen im vergangenen Jahrzehnt. So wie Antonio Guterres, Generalsekretär der UNO kürzlich erklärte, ist der Klimawandel heute unbestreitbar. „Wir sind Zeugen von Hitzewellen, verheerenden Überschwemmungen und der Ausweitung der Wüsten. Der Klimawandel ist für alle eine Gefahr“, so Guterres. Studien wie diese, machen die Problematik offensichtlich.

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