Abkühlung durch Wassermelone: Für Katzen kann das gefährlich sein

Die Temperaturen steigen, Deutschland steht vor heißen Tagen – und viele Katzenhalter wollen ihren Tieren etwas Gutes tun. Doch bei dem Füttern von Wassermelone ist Vorsicht geboten.

Katzen lieben Wassermelone - doch das süße Obst ist nicht unbedingt gut für sie (Foto: Adobe Stock)

In den kommenden Tagen wird es in Deutschland besonders heiß. Deshalb überlegen sich viele Samtpfoten-Besitzer, wie sie ihren Katzen etwas Abkühlung verschaffen können. Neben kühlen Rückzugsorten und frischem Wasser kommt dabei auch immer wieder eine ungewöhnliche Idee auf: Wassermelone. Die Frucht gilt als erfrischend und wasserreich – doch ist sie auch für Katzen geeignet?

Warum Katzen Wassermelone mögen

Tatsächlich überrascht es viele Halter, dass einige Katzen Gefallen an Wassermelone finden. Schließlich gelten sie als reine Fleischfresser und sind oft wählerisch bei ihrem Futter. Ob die süßen Vierbeiner trotzdem mal naschen dürfen? Tierpsychologin und Katzenverhaltensberaterin Carmen Schell hat laut der "Bild"-Zeitung darauf eine Antwort:"Ein klares Jein."

Grundsätzlich gehört Wassermelone nicht zum natürlichen Speiseplan von Katzen. Dennoch greifen manche Tiere gelegentlich auch zu Obst oder Gemüse. Der Grund dafür liegt laut Schell in der Zusammensetzung der Frucht: Wassermelonen enthalten ähnliche Aminosäuren wie Fleisch. Das könnte erklären, warum sie für einige Katzen geschmacklich interessant sind.

Kleine Mengen sind mit Einschränkungen erlaubt

Gesunde Katzen dürfen gelegentlich ein kleines Stück Wassermelone bekommen. Dabei kommt es jedoch auf die richtige Menge an. Wie viel erlaubt ist, hängt von der Größe der Katze ab. Ein kleines Kätzchen sollte nur ein winziges Stück erhalten, während eine größere Katze etwas mehr verträgt. Als Orientierung empfiehlt die Expertin einen kleinen Würfel.

Wassermelone ist ein leichter und erfrischender Snack bei Hitze (Foto: Adobe Stock)

Worauf Sie vor dem Füttern unbedingt achten müssen

Nicht für alle Katzen ist Wassermelone geeignet. Tiere mit Diabetes sollten die Frucht nicht bekommen. Der enthaltene Zucker kann den Blutzuckerspiegel erhöhen und somit gesundheitliche Probleme verursachen. Für diese Katzen ist Wassermelone daher tabu.

Wer seiner Katze ein Stück Wassermelone geben möchte, sollte unbedingt auf die richtige Vorbereitung achten. Gefüttert werden darf ausschließlich das Fruchtfleisch. Die Schale kann mit Pestiziden oder anderen Rückständen belastet sein und gehört daher nicht in den Napf.

Auch die Kerne müssen vor dem Füttern entfernt werden. Sie können Verdauungsprobleme verursachen und im schlimmsten Fall sogar einen Darmverschluss auslösen.

Kein Ersatz für Wasser

Ein Vorteil der Wassermelone ist ihr hoher Wassergehalt. Gerade an heißen Tagen kann ein kleines Stück zusätzliche Flüssigkeit liefern, da Katzen oft von Natur aus wenig trinken. Dennoch ersetzt die Frucht keine ausreichende Wasserversorgung.

Wer seine Katze beim Trinken unterstützen möchte, sollte laut Expertin Carmen Schell besser auf Katzenmilch oder Katzensuppe zurückgreifen. Wassermelone kann lediglich eine gelegentliche Ergänzung sein – nicht mehr.

Quellennachweis:

Bild.de