Niedlich, flauschig und 100 Millionen Jahre alt: Lerne den Doolysaurus kennen
Ein niedlicher, neu entdeckter koreanischer Baby-Dinosaurier, der Doolysaurus huhmini, benannt nach einer Zeichentrickfigur, wurde mithilfe von CT-Scans enthüllt, wodurch verborgene Knochen, Hinweise auf seine Ernährung und seltene Einblicke in sein Leben ans Licht kamen.

Einer der beliebtesten Zeichentrickfiguren Südkoreas ist Dooly, der niedliche, grüne, schelmische Baby-Dinosaurier. Als Forscher des Korean Dinosaur Research Center und der University of Texas at Austin eine neue Art von Baby-Dinosaurier auf der Insel Aphae in Korea entdeckten, nannten sie ihn Doolysaurus.
„Dooly ist eine der bekanntesten und kultigsten Dinosaurierfiguren in Korea. Jede Generation in Korea kennt diese Figur“, sagte Jongyun Jung, Gastwissenschaftler an der Jackson School of Geosciences der UT, der die Forschung leitete. „Und da es sich bei unserem Exemplar zudem um ein Jungtier oder ‚Baby‘ handelt, eignet es sich perfekt, unseren Dinosaurierartnamen nach Dooly zu benennen.“
Der erste Dinosaurier, der seit 15 Jahren entdeckt wurde
Der Baby-Dinosaurier ist die erste neue Dinosaurierart, die seit 15 Jahren in Korea benannt und gefunden wurde, und die erste, bei der Schädelfragmente entdeckt wurden. Die Schädelknochen wurden mithilfe von Mikro-CT-Scans in der Einrichtung für hochauflösende Röntgen-Computertomographie (UTCT) der University of Texas gefunden.
„Als wir das Exemplar zum ersten Mal fanden, sahen wir einige erhaltene Beinknochen und einige Wirbel“, sagte Jung. „Wir hatten nicht mit Schädelteilen und so vielen weiteren Knochen gerechnet. Die Aufregung war groß, als wir sahen, was sich im Inneren des Blocks verbarg.“
Die in der Fachzeitschrift Fossil Record veröffentlichte Studie über den Doolysaurus huhmini wurde zu Ehren des koreanischen Paläontologen Min Huh benannt, der sich seit über 30 Jahren mit koreanischen Dinosauriern befasst und das Dinosaurierzentrum gegründet hat. Das Fossil wurde 2023 von Hyemin Jo, einer Forscherin am Dinosaurierzentrum, entdeckt.
Man geht davon aus, dass der Dinosaurier etwa zwei Jahre alt war und zum Zeitpunkt seines Todes noch ein Jungtier war. Er dürfte etwa so groß wie ein heutiger Truthahn gewesen sein, doch man nimmt an, dass ein ausgewachsener Doolysaurus doppelt so groß gewesen wäre und von einem Fell aus flaumigen Härchen bedeckt gewesen wäre.

„Ich glaube, das wäre ziemlich niedlich gewesen“, sagte Julia Clarke, Professorin an der Jackson School. „Es hätte vielleicht ein bisschen wie ein kleines Lämmchen ausgesehen.“
Das Fossil war von hartem Gestein umgeben, dessen Freilegung fast ein Jahrzehnt gedauert hätte. Mithilfe von Mikro-CT-Scans konnte das Team das gesamte Fossil innerhalb weniger Monate freilegen. Jong und Clarke verbrachten ein Jahr damit, die Anatomie des kleinen Dinosauriers zu analysieren. Die CT-Technologie hat die Möglichkeiten der Wissenschaftler verbessert, empfindliche Fossilien wie kleine Dinosaurier und Vögel zu untersuchen, die in hartem Gestein versteinert sind. Anhand von Wachstumsmarkern, die in einem dünnen Schnitt des Oberschenkels beobachtet wurden, wussten die Forscher, dass es sich um ein Jungtier handelte.
Der Doolysaurus lebte vor etwa 113 bis 94 Millionen Jahren in der Kreidezeit und gehörte zur Familie der Thescelosauridae, einer Gruppe zweibeiniger Dinosaurier aus Ostasien und Nordamerika, die möglicherweise ein flaumiges Fell hatten.
Fossil mit Gastrolithen zur Verdauung entdeckt
Das Fossil wies Dutzende von Gastrolithen auf, also verschluckte Kieselsteine, die der Verdauung dienen. Dies lässt darauf schließen, dass es ein Allesfresser gewesen sein dürfte, der sich von Pflanzen, Insekten und Fleisch ernährte. Die Kieselsteine veranlassten das Team dazu, das Fossil zu scannen, da sie klein und leicht sind und an Ort und Stelle verblieben waren, was darauf hindeutet, dass möglicherweise auch weitere Teile des Fossils erhalten geblieben sind.
„Eine kleine Ansammlung von Magensteinen, aus der zwei Beinknochen herausragen, deutet darauf hin, dass das Tier nicht vollständig zerlegt wurde, bevor es in den Fossilienbestand gelangte“, sagte Clarke. „Deshalb habe ich [Jung und die Mitautoren Minguk Kim und Hyemin Jo] dazu ermutigt, nach Texas und zum UTCT zu kommen, um zu versuchen, das Fossil zu scannen.“
Kim und Jo werden ihre CT-Kenntnisse nutzen, um weitere Fossilien in Korea zu untersuchen. Jung plant, auf die Insel Aphae zurückzukehren, um weitere Fossilien zu finden. Jung glaubt, dass es möglich sein wird, weitere in den Felsen verborgene Fossilien zu finden, und hofft, dass die CT-Untersuchungen zu weiteren Dinosaurierfunden in Korea führen werden.
„Wir erwarten, dass aus Aphae und anderen kleinen Inseln neue Dinosaurier- oder Eierfossilien gefunden werden“, sagte er.
Quellenhinweis:
A new dinosaur species from Korea and its implications for early-diverging neornithischian diversity. Jung, J., Kim, M., Jo, H. and Clarke, J.A. 19th March 2026.
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