Tipps gegen die Hitze: Diese Körperstellen brauchen eine Abkühlung
Wenn die Temperaturen steigen, läuft unser Körper auf Hochtouren. Mit den richtigen Tricks können Sie sich effektiv abkühlen. Entscheidend sind dabei vor allem die richtigen Stellen.

Sonne, Sommer, hohe Temperaturen: Was zunächst harmlos klingt, kann für den Körper schnell zur Belastung werden. Denn bei großer Hitze gerät das körpereigene Kühlsystem unter Druck. Die Folge können Kreislaufprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen oder starke Erschöpfung sein. Besonders gefährlich wird es für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
So arbeitet der Körper gegen die Hitze
Normalerweise liegt unsere Körpertemperatur bei etwa 37 Grad. Damit das so bleibt, muss der Organismus bei steigenden Außentemperaturen einiges leisten. Besonders wohl fühlt sich der Körper übrigens bei Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad, dann ist der Energieaufwand am geringsten.
Wird es heißer, passiert Folgendes: Die Blutgefäße weiten sich, damit mehr Wärme abgegeben werden kann. Gleichzeitig produziert der Körper Schweiß, der auf der Haut verdunstet und so für Abkühlung sorgt.
Durch die erweiterten Gefäße sinkt allerdings der Blutdruck. Das Herz muss schneller arbeiten, um den Kreislauf stabil zu halten. Gelingt das nicht, wird das Gehirn schlechter mit Sauerstoff versorgt – und ein Hitzekollaps kann die Folge sein.
Erste Hilfe bei Hitze-Beschwerden
Wenn der Körper schlapp macht, helfen oft schon einfache Maßnahmen. Wichtig ist vor allem, ausreichend zu trinken. Etwa zwei bis drei Liter pro Tag. Auch starke Temperaturwechsel sollten vermieden werden.
Bei Muskelkrämpfen kann ein Mangel an Elektrolyten dahinterstecken. Hier hilft es, diesen wieder auszugleichen, zum Beispiel durch entsprechend gewürzte Speisen wie Suppen.

Wer nachts schlecht schläft, sollte tagsüber die Wohnung abdunkeln und auf leichte Bettdecken umsteigen. Kühl-Akkus oder eine Wärmflasche mit Eiswasser können zusätzlich für Erleichterung sorgen. Ein einfacher Trick: Schlafkleidung vor dem Zubettgehen in den Kühlschrank legen.
Geschwollene Hände und Füße lassen sich ebenfalls lindern – etwa durch Hochlagern, leichte Bewegung oder gezielte Kühlung mit Wasser.
Cool bleiben will gelernt sein
Entscheidend ist nicht nur, dass Sie sich abkühlen, sondern wo. An bestimmten Stellen ist die Haut besonders dünn, sodass Kälte schneller auf die Blutgefäße wirkt und sich im ganzen Körper verteilt.
Der Experte Martin Holzhause von der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erklärt, dass Wasser besonders effektiv kühlt, weil es – ähnlich wie Schweiß – durch Verdunstung Wärme entzieht. Deshalb kann es sogar sinnvoll sein, sich nach dem Duschen nicht vollständig abzutrocknen.
Diese vier Körperstellen sind besonders geeignet:
Handgelenke: Hier liegt die Haut nah an den Blutgefäßen – Kälte wirkt besonders schnell.
Beine und Füße: Kühlung entlastet die bei Hitze stark beanspruchten Venen.
Stirn: Viele Schweißdrüsen sorgen dafür, dass Kühlung hier den ganzen Körper beeinflusst.
Nacken: Von hier aus gelangt die Kälte direkt in Richtung Kopf und Gehirn.
Ein nasses Tuch, ein Kühl-Akku oder einfach kühles Wasser reichen oft schon aus. Für eine nachhaltige Abkühlung kann auch ein Fußbad helfen.
Quellennachweis:
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