Vorhersage

Wird der Februar jetzt richtig eisig?

Bisher war der Winter eher mild, trüb und nass. Doch das hat sich nun geändert. Seit Monatswechsel ist es deutlich kälter geworden. Der neuste Langfristtrend von der US-Wetterbehörde NOAA deutet nun sogar auf einen eisigen Februar hin.

Dominik Jung 07 Feb 2018 - 09:33 UTC
Der Ferbruar könnte ganz schön kalt werden.

Der Dezember und der Januar waren bisher deutlich zu warm. Kälte war in diesem Winter bisher Mangelware. Doch nun ist es deutlich kälter geworden und selbst der US-Wetterdienst NOAA muss nun mit seinem Klimatrend für den aktuellen Monat deutlich zurück rudern. Noch vor wenigen Wochen war ein eher milder Februar für sehr wahrscheinlich gehalten worden. Doch nun könnte der Monat offenbar in einigen Landesteilen deutlich kälter als im langjährigen Mittel werden. Das ist wohlgemerkt keine Wetterprognose, wohl aber ein Klimatrend.

Was ist ein Klimatrend?

Beim Klimatrend fließen längerfristige Beobachtungen ein, dabei werden auch die Meeresströmungen herangezogen. Er ist streng von der klassischen Wettervorhersage zu unterschieden und mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet. Demnach könnte der Februar insgesamt kälter als im langjährigen Durchschnitt ausfallen. Das zeigt die nachfolgende Grafik. Die blauen Farben markieren Regionen in den der Monat kälter als üblich ausfallen könnte. In Deutschland würde der Monat abgesehen vom Süden überall rund 0,5 bis 1 Grad kälter ausfallen als im langjährigen klimatologischen Mittel.

Der Februar könnte in vielen Regionen Deutschlands kälter als normal ausfallen, Quelle: US-Wetterdienst NOAA.

Aber nicht nur in Deutschland würde der Monate Februar diesen Berechnungen deutlich zu kalt ausfallen. Auch in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal sehen die Berechnungen einen deutlich kälteren Monat als üblich. Lediglich Richtung östliches Mittelmeer würde die Temperaturabweichung in die positive Richtung gehen. Beim Niederschlag wird der Monat dem aktuellen Klimatrend zufolge wahrscheinlich eher zu trocken ausfallen. Das würde ins Gesamtkonzept passen, denn meist ist es bei uns im Land so, dass bei Kälte der Niederschlag eher spärlich ausfällt. Mit einem baldigen Start ins Frühjahr dürfen wir nach diesem Klimatrend also nicht rechnen.

Für die Natur ist das ein herber Rückschlag, denn die ersten Frühblüher waren bereits unterwegs. Der Januar war insgesamt deutlich zu warm und brachte bereits einen ersten Wachtstumsschub und der ist nun erst einmal vorbei. Für Allergiker sind das allerdings auch gute Nachrichten, denn der Pollenflug wird dadurch etwas ausgebremst. Vielerorts waren aktuell bereits die ersten Pollen von Erle und Hasel unterwegs und die haben den Pollenallergikern bereits das Leben schwer gemacht.

Schon die nächsten Tage bleiben weitgehend winterlich kalt. Am Tag werden nur im Süden und Südwesten leichte Plusgrade erreicht. Im Rest des Landes herrscht auch am Tag leichter Dauerfrost. In den Nächten ist es dann überall frostig kalt. Verbreitet sinken die Temperaturen auf Werte um minus 5 Grad, stellenweise wird es aber noch kälter. Besonders über Schnee sind minus 10 bis minus 15 Grad möglich. Wann diese Kältephase endet, kann man derzeit nicht vorhersagen. Die aktuellen Wettermodelle sehen bis zur Monatsmitte keine Änderung der Großwetterlage. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Monat Februar zumindest hier bei uns in Deutschland tatsächlich deutlich kälter als normal ausfallen könnte. Spätestens zum Monatsende wissen wir definitiv mehr!